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Das Buxheimer Orgelbuch

Das Buxheimer Orgelbuch entstand vermutlich zwischen 1460 und 1470 im hochalemannischen Sprachraum. Es ist die umfangreichste und bedeutendste Quelle für Tastenmusik des Spätmittelalters. Als geistiger Vater gilt Conrad Paumann (1409 – 1473).
Möglicherweise brachte eine Stiftung das Orgelbuch in die Bibliothek der Kartause. In der Kartause Buxheim wurde die Musikalie als bibliophile Rarität aufbewahrt, den praktischen Gebrauch untersagten die Ordensstatuten. Bei der Versteigerung der Bibliothek der Grafen Waldbott von Bassenheim 1883 erwarb die königliche Hof- und Staatsbibliothek München die Handschrift für 141 Mark. Sie gehört heute zu den kostbarsten musikalischen Schätzen der bayerischen Staatsbibliothek.
Über 200 Kompositionen und Bearbeitungen bestehender mehrstimmiger Musik werden in der Quelle überliefert. Davon geht ein großer Teil auf weltliche Vorlagen, vor allem deutsche Tenorlieder und französische Chansons zurück, aber auch geistlich-liturgische Stücke sind enthalten.
Im Sakralmuseum ist eine Hörstation mit Beispielen aus dem Orgelbuch eingerichtet.

 

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