Kulturhighlights

Insulare Buchkunst in der Kartause Buxheim

Meisterwerke der frühen Buchkunst – die Bücher von Lindisfarne und Kells.

Das Book of Lindisfarne entstand um das Jahr 700 im Kloster Lindisfarne auf einer Insel vor der Nordostküste Englands, das Book of Kells um 800 vermutlich im Kloster Iona vor der schottischen Westküste. Die beiden Evangeliare gehören zu den prachtvollsten Werken der sogenannten insularen Buchkunst. Sie werden in aufwändigen Faksimiles aus der Sammlung von Dr. Roland Specker präsentiert, denn ihre Originale können die Museen nie verlassen.

Die Darstellungen und der kunstvolle, im keltisch-germanischen Tierstil ausgearbeitete Buchschmuck sind einzigartig. Mit medialer Unterstützung kann neben den Büchern eine Auswahl der schönsten Seiten aus den beiden Handschriften präsentiert werden.

Spuren und Einfluss der iroschottischen Mönche finden auch in Skriptorien Süddeutschlands. In Memmingen existierte eines der sogenannten Schottenklöster. Die Bibliotheken der Klöster wurden zu bedeutenden Institutionen der Wissensvermittlung und des kulturellen Gedächtnisses. Im Kloster Buxheim befanden sich zur Zeit der Säkularisation um 1803 um die 20.000 Bände.


Br-Sprech(er)stunde 11.10.2020

BR-Sprecherstunde

„Denn es will Abend werden...
Gedanken zu Abschied, Tod und Trauer“

Benefizveranstaltung

Die SprecherInnen der BR-Sprecherstunde waren zu Gast in der Kartause Buxheim.

Am 12. Oktober trugen Sprecherinnen und Sprecher des Bayrischen Rundfunks (siehe Bild) bei „Denn es will Abend werden – Gedanken zu Abschied, Tod und Trauer“ im Rahmen der „Sternstunden“ Texte und Gedanken vor, die jedoch nicht immer bierernst waren, sondern durchaus skurrile Seiten aufweisen. In diesem Rahmen konnten Texte zitiert werden, welche die Sprecher bei ihrer täglichen Rundfunkarbeit meist nicht vortragen können. Dabei konnten 700.- € als Spende zugunsten von „Sternstunden“ gesammelt werden.

Der Leiter des Masterstudiengangs Musikvermittlung/Konzertpädagogik am Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg, Prof. Dr. Johannes Hoyer, der auch im Heimatdienst Buxheim seit vielen Jahren tätig ist, dachte die Texte der BR-SprecherInnen am früheren Friedhofsharmonium der Pfarrei musikalisch weiter bzw. kommentierte sie.

Link zur Homepage BR Sprech(er)stunden: https://www.br.de/unternehmen/inhalt/veranstaltungen/sprecherstunden/sprecherstunden-veranstaltungen-uebersicht-100.html


Ausstellung Totentanz von Angela Eberhard - Kartause Buxheim 05. Septemper bis 01. November 2020 - Öffnungszeiten Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr

 

Dr. Angela Eberhard Kuenstlerin Totentanz - Kreuzgang Kartause Buxheim

Veranstaltungen/2020/Dr. Wettengel - Dr. Angela Eberahrd - BM - Buxheim - Wolfgang-Schmidt - Eröffnung Ausstellung Totentanz Schwimmender Tot - Objekt aus dem Totentanzes

Totentanz - Kreuzgang Kartause Buxheim Vernissage Ausstellung Totentanz 05.09.2020

Bilder Manfred Mühlbauer

Ausstellung „Totentanz“ in der Kartause Buxheim

Die Kartause Buxheim zeigte ab 5. September 2020 einen von Angela Eberhard geschaffenen Totentanz als Figurenensemble.

Das Thema hat seine Wurzeln in alten Wandmalereien in Kirchen und Klöstern. Sinn und Zweck dieser Bilderserien war, sich meditativ mit dem unausweichlichen Schicksal des Todes als Memento Mori auseinanderzusetzen. Erste berühmte Wandgemälde mit Darstellungen eines Tanzes mit dem Tod, der Papst, Kaiser, Edelleute und alle sozialen Stände und Altersgruppen einschließt, wurden im 15. Jahrhundert in Kirchen in Frankreich, aber auch in Lübeck und Basel geschaffen. Auch in Süddeutschland trifft man gelegentlich auf Darstellungen dieses sogenannten Danse Macabre.

Eine Serie von 20 Totentanz-Bildern wurde z.B. vom Maler Jakob Hiebeler um 1600 in St. Mang in Füssen gemalt. Die Friedhofskapelle St. Maria in Babenhausen enthält sieben Malereien dieses Genres. In jüngerer Zeit wird das Thema „Totentanz“ auch in Film, Literatur und in der Musik aufgegriffen.

Die Künstlerin Dr. Angela Eberhard hat einen Totentanz in 15 Figurengruppen geschaffen und das Thema neu interpretiert. Ganz in der Tradition stehend geht die Künstlerin davon aus, dass der Tod von jedem Menschen auf völlig eigene Weise erlebt wird: „Es gibt ihn nicht, den einen Tod, der für alle gleich ist. Der Tod, dem du eines Tages begegnest, wird dein ganz eigener sein.“

Ein Beispiel aus den Werken von Angela Eberhard mag der „Schnelle Tod“ sein, der heute im Zeitalter des modernen Massenverkehrs überall lauert. Bei der Betrachtung der Figuren kommen wir letztlich zurück auf uns selbst, auf die wesentlichen Dinge und den Wert des Lebens. Das Totentanz-Ensemble von Dr. Angela Eberhard wurde in seiner Vollständigkeit erstmals in einer Sonderausstellung in der Kartause Buxheim präsentiert.

Dr. Wolfgang Wettengel
Vorstandschaft Heimatdienst

Dr. Wettengel Ausstellung Kartäuserweg

Link zu Homepage der Künstlerin Frau Dr. Angela Eberhard: https://figurenwerk.com/home.html

Virtuelle Tour:
Wenn Sie die Ausstellung „Totentanz“ nicht besuchen konnten, zeigen wir Ihnen hier eine 3D-Animation mit virtueller Tour!

Gestaltung: Herr Thomas Pfaus


Dr. Wettengel Ausstellung Kartäuserweg

Ticket für die Ewigkeit

Ein ägyptisches Totenbuch im Dialog mit dem Christentum

Dr. Wolfgang Wettengel, Ägyptologe gestaltete in Kooperation mit dem Heimatdienst Buxheim e.V. eine umfangreiche Ausstellung zu diesem Thema.

Für die Reise ins Jenseits bedurfte es nach dem Glauben der alten Ägypter ganz spezifischer Kenntnissse um den Weg ins Jenseits gefahrlos gehen zu können. Ausgestattet mit Totentexten und Bildern erhielten die Verstorbenen einen Führer mit dem nötigen Wissen als Ticket für die letzte Reise des Menschen in die Ewigkeit.

Was für den Schreiber Ani und den Glauben der Ägypter wesentlich war, fand auch in den späteren Texten und Bildvorstellungen des Christentums Parallelen.

Bild 1 Dr. Wettengel erläutert Auszug aus dem Totenbuch des Schreibers Ani
Bild 2 Bild aus der Kartause Buxheim
Bild 3 Bild Kartäuserweg - Leihgabe der Benediktinerabtei Ottobeueren für die Ausstellung
Dieses Tafelbild ist Teil einer Tafelbildreihe, welche in der "Gotik" in der Kartause den Kreuzgang schmückte.

Flyer: PDF Ägyptisches Totenbuch
Sonntagsblatt: PDF Presseartikel zur Ausstellung
TVA Filmausschnitt: Ticket für die Ewigkeit