Regelmäßig wiederkehrende Veranstaltungen in der Kartause

Raumklang - Klangraum

Die unter diesem Motto stehende lose Reihe an Konzerten des Masterstudiengangs Musikvermittlung/Konzertpädagogik des Leopold-Mozart-Zentrums (Universität Augsburg) bespielt seit 2014 die architektonisch-kunsthistorisch wie akustisch einzigartigen Räumlichkeiten der ehemaligen Kartause Buxheim mit unterschiedlichen thematischen Konzepten, Schwerpunkten und Besetzungen. So standen frühe Mehrstimmigkeit und Gregorianik, Buxheimer Orgelbuch und historische Instrumente wie Hirtenhorn, Knochenflöte und Clavicytherium, Tod und Ewigkeit sowie „Stille Klänge“ im Mittelpunkt der außergewöhnlichen Programme und Inszenierungen. In den Kreuzgängen, Kapellen und in der Kartausenkirche werden immer wieder die Leitideen des Kartäuserlebens und -glaubens mit einbezogen, mit Musik, Texten und Malerei.

Die Konzerte entstehen in enger Zusammenarbeit mit dem Heimatdienst Buxheim e.V. unter Leitung von Hans Ganser (Alte Musik) und Prof. Dr. Johannes Hoyer (Ltg. Master Musikvermittlung/Konzertpädagogik), beide Leopold-Mozart-Zentrum.

Der Film zeigt Ausschnitte aus der Veranstaltung Klangraum-Raumklang 2015
der Gesang ist aus dem Konzert von 2016.

Mystikensemble 2016
Ensemble Mystik u. Saltarello 2016
Mystik 2
Salterello u. Günter Schwanghart 2016

Film Mystik in Raum und Zeit

Mystik in Raum und Zeit

Seit 2007 bis zum heutigen Zeitpunkt jährlich im Oktober

Die Volkshochschule Memmingen und der Heimatdienst Buxheim e.V. gestalten in Kooperation mit dem Ensemble Mystik, einem Gesangsensemble, Sängern und Musikern diese Veranstaltung jährlich im Oktober. Lassen Sie sich in der Stille von Klostermauern in die spirituellen Welten der Religionen und Völker dieser Erde einführen.

Begegnen Sie dabei Männern und Frauen der Prophetie, der Visionen und Mystik aus vielen Jahrhunderten, deren Blick über die Grenzen dieser sichtbaren Welt reicht und die uns ewig Bedeutendes zu sagen wissen. Lassen Sie sich verzaubern von den Klängen spiritueller Musik und lauschen Sie Gesängen, die die Seele berühren.

Das wundervolle Ambiente der ehemaligen Reichskartause Maria Saal zu Buxheim bietet hierfür den würdigen Rahmen.

Der Film zeigt Ausschnitte aus der Veranstaltung 2014.
(92 MB, mp4 Datei)

Allgäuer Gartentage in der Kartause

Seit 2013 jedes Jahr

Ein buntes Meer aus Blüten und verführerischen Düften, Oasen der Gemütlichkeit; Haus- und Gartenbesitzer finden vielfältige Inspirationen für ihr Zuhause. Veranstalter: Firma Fetzer Messen in Kooperation mit dem Heimatdienst Buxheim e.V.

Malkreis

Buxheimer Malkreis

Hobbymalerinnen der Gemeinde Buxheim im Unterallgäu präsentieren jedes Jahr im Herbst in der Kartause Buxheim einen Überblick über ihre Arbeiten und ihre Vielseitigkeit anhand ihrer Aquarell-, Acryl- und Ölbilder.

Skulptura

Kunst aus Schwaben

Der Berufsverband Bildender Künstler Schwaben Süd e.V. führt in Zusammenarbeit mit dem Heimatdienst Buxheim e.V. im zweijährigem Rhythmus die Wettbewerbsausstellung Skulptura durch. Der Sieger wird durch eine Fachjury ermittelt und erhält den "Preis der Gemeinde Buxheim".

Ausstellung

Ausstellung 2

Sonderausstellung der TU München

Von der Kartäuserzelle zur modernen Minimalwohnung

April 2009

Die Kartäusermönche verbringen ihr gesamtes Leben in Ihren Zellenhäuschen und verlassen ihre Zelle nur zu wenigen Gelegenheiten. Die Architektur eines Zellenhäuschens nähert sich an das lebensnotwendige Minimum aus zwei Sichtweisen an. Einerseits soll sie den Forderungen des kargen, asketischen Lebens des Kartäuserordens gerecht werden, anderseits muss sie den Lebensraum für einen Menschen schaffen, der allen Funktionen des Lebens Raum bietet. Die Zellenhäuschen messen häufig 7 x 7 Meter. Die Modelle zeigen, dass sowohl die Anordnung innerhalb der Parzelle und die Größe des Häuschens als auch die Nutzung der meist zwei Geschoße variiert.

Die Studierenden eines Oberstufenseminars am Lehrstuhl für Baugeschichte, Historische Bauforschung und Denkmalpflege von Prof. Dr. Ing. Manfred Schuller an der TU-München haben sich daher mit der Kartäuserzelle und der damit verbundenen hochkomplexen Frage der architektonischen Gestaltung von Wohnraum auseinandergesetzt. Es ist eine Sammlung von Modellen im Maßstab 1:50 entstanden, die in der Kartause Buxheim präsentiert wurden.

Die Ausstellung zeigte, dass sich die über 900 jährige Bautradition der Kartäuser bis heute verfolgen lässt: Seit dem Mittelalter übersetzen die Kartäuser ihren Glauben in die Sprache der Architektur, bis hin zu Emil Steffan, der in den 1960er Jahren konsequent einen Raum für die Lebensweise der Kartäuser in seinem Bau der Kartause Marienau schuf.

Mehrere Architekten des 20. Jahrhunderts haben die Architektur der Kartäuser als Grundlage für die Entwürfe der modernen Minimalwohnkonzepte verstanden und haben die kartusianische Lösung der Reduktion auf ein funktionales Mindestmaß bei gleichzeitiger Schaffung eines persönlichen Lebensraums in die weltliche Architektur übertragen. Besonders Le Corbusier setzte seine persönlichen Erfahrungen aus der Kartause von Florenz in vielen seiner Entwürfe um. Beispielhaft genauer untersucht wurden der Pavillion L´esprit Nouveau und die Wohneinheiten der Unit d´Habitation in Marseille. Als weiteres Vergleichsbeispiel dienten die Wohnkuben des Studentenwohnheims im Olympiadorf in München.

Die Modelle zeigen durch die Maßstabsgleichheit sehr schön Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Raumaufteilung und Raumgrössen der Kartäuserzellen untereinander, sowie im Vergleich mit den Minimalwohneinheiten. Die Kombination aus Holzmodellen und Plakaten mit Fotos und Hintergrundinformationen zu den jeweiligen Klöstern eröffnet viele Möglichkeiten der Annäherung an die Architektur der Kartäuser.